Der ScHimmelreiter

Jetzt aber kam auf dem Deiche etwas gegen mich heran; ich hörte nichts; aber immer deutlicher, wenn der halbe Mond ein karges Licht herabließ, glaubte ich eine dunkle Gestalt zu erkennen, und bald, da sie näher kam, sah ich es, sie saß auf einem Pferde, einem hochbeinigen hageren Schimmel; ein dunkler Mantel flatterte um ihre Schultern, und im Vorbeifliegen sahen mich zwei brennende Augen aus einem bleichen Antlitz an.

Wer war das? Was wollte der? – Und jetzt fiel mir bei, ich hatte keinen Hufschlag, kein Keuchen des Pferdes vernommen; und Roß und Reiter waren doch hart an mir vorbeigefahren!

Theodor Storm: Der Schimmelreiter

Seht ihr ihn? Meinen ScHimmelreiter über den DeichHimmel stürmen? 😉

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Nein? Na hört mal! Man sieht sogar Feinheiten, wie die Zügel, die Ohren des Pferdes …

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Feurig ist das Ross! Stolz! Sicher ein Vollblut! Ok, etwas ramskopfig … 😉 Aber wie es hochsteigt, den Kopf wild herumschmeißt, die Mähne heftig schüttelt, der Schweif im Winde weht … eine Pracht anzuschauen! Manchmal setzt sich ein Vogel auf des Reiters Kopf und begleitet einige Zeit den wilden Ritt …

Ich könnt ihm stundenlang zuschauen … hier vom Schreibtisch aus 😉

Ihr denkt, ich hätte zu viel Zeit? Nicht wirklich … ich tue nur seltenst, was ich tun sollte … 😉

Ihr denkt, ich sei verrückt? Japp, ihr habt Recht! ;-D

P.S. Noch ein Foto vom ScHimmelreiter in der Abendsonne nachreich… Ja ja, ich bin echt besessen von ihm! ;-))

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7 Gedanken zu „Der ScHimmelreiter“

  1. Ja, auf sowas kommt man eben, wenn man dauernd aus dem Fenster schaut, statt das zu tun, was eigentlich zu tun wäre …. *ggg* Gut, ’ne blühende Fantasie brauchts wohl auch 😉 Ach, wenn du ihn jetzt sehen könntest, über ihm thront jetzt der halbe Mond … 😉 Eigentlich sieht man es übrigens viel besser, als es auf den Bildern/im Film raus kommt.

  2. Uih, der Wind, das himmlische Kind 😉 Schön dich zu lesen! 🙂 Hey, du, wir müssen mal wieder klönen! Lass dich mal an geeigneter Stelle blicken 😉

  3. „Phantasie vertieft das Leben und ist Balsam für die Seele!“
    Liebe Claudia, DU hast eines der schönsten Phantasieprodukte geschaffen, die ich in meinem Leben gesehen habe. Es ist ein richtiges Kunstwerk, kein statisches sondern ein dynamisches, das der Wind bewegt und eine (Claudia) Wend zum Leben erweckt hat. Wind und Wend bewegen diesen Mythos im Wechselspiel. Aber vielleicht ist es gar nicht der Schimmelreiter von Theodor Storm sondern der Große Kurfürst von Andreas Schlüter, dessen Reiterstandbild vor dem Charlottenburger Schloß in Berlin steht? Aber Dein Kunstwerk ist viel schöner als die beiden genannten, denn es hat die Natur geschaffen und es wird durch den Wind, dem launischen Himmelsgesellen, bewegt. Möge es Dir recht lange erhalten bleiben bzw. immer wieder neu geschaffen werden! Ciao M.
    Ciao

  4. Lieber Martin, herzlichen Dank! Freut mich sehr, dass auch dich mein Schimmelreiter begeistert. Du hast Recht, mit dem Reiterstandbild des Großen Kurfürsten hat er auch viel Ähnlichkeit! Nun, wer weiß, wo mein Reiter hier schon überall war 😉 und die Künstler inspirierte … ;-))

  5. Dritte Deutung Deines geliebten Reiters : Einer von “ Lützows wilder verwegener Jagd“ Wer weiß, wer weiß? Ein schönes Wochenende Martin

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