Missbrauch in der katholischen Kirche

 

Der SPIEGEL schreibt in seinem Artikel „Katholische Kirche in Deutschland – Missbrauchsstudie dokumentiert Tausende sexuelle Übergriffe“, laut der ihm vorliegenden Zusammenfassung einer von der Deutschen Bischofskonferenz bestellten, streng vertraulichen Studie

  • seien von 1946 bis 2014 3677 überwiegend männliche Minderjährige Opfer sexueller Vergehen geworden,
  • werden 1670 Kleriker der Taten beschuldigt,
  • waren mehr als die Hälfte der missbrauchten Kinder zum Tatzeitpunkt maximal 13 Jahre alt,
  • kam es in jedem sechsten Fall zu unterschiedlichen Formen der Vergewaltigung,
  • standen drei Viertel der Opfer mit den Beschuldigten in einer kirchlichen oder seelsorgerischen Beziehung,
  • sind die vorliegenden Zahlen sehr konservative Zahlen, wurden Erkenntnisse über das Dunkelfeld nicht erlangt und würden alle Häufigkeitsangaben die tatsächlichen Verhältnisse unterschätzen,
  • gebe es keinen Anlass zur Annahme, „dass es sich beim sexuellen Missbrauch Minderjähriger durch Kleriker der katholischen Kirche um eine in der Vergangenheit abgeschlossene und mittlerweile überwundene Thematik handelt“.

Nun stelle man sich mal vor, das alles beträfe nicht die RKK, sondern irgendeinen anderen Verein, irgendeine andere Organisation in Deutschland. Würde diese weiterhin in mehrstelliger Millionenhöhe vom Staat aus Steuergeldern unterstützt? Dürfte sie sich weiterhin um Kinder und Jugendliche kümmern? Hätte sie noch irgendeine moralische/ethische Autorität? Gäbe es sie überhaupt noch?

P.S. Die Veröffentlichung der Studienergebnisse war wohl eine „Indiskretion“

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