Kaffee mit Eugen und Hermann

Lesezeit: < 1 Minute

Schlafen war heute irgendwie nicht so mein Ding oder genauer: Nur recht kurz mein Ding. So scannte ich vom Bett aus das Bücherregal gegenüber und ein kleines rotes Büchlein fand meine Aufmerksamkeit: Eugen Drewermann – „Das Individuelle verteidigen – Zwei Aufsätze zu Hermann Hesse“

„Ha!“, dachte ich, erst gestern noch hatte eine Freundin auf Facebook ein Hesse-Zitat gepostet: „Gegen die Infamitäten des Lebens sind die besten Waffen: Tapferkeit, Eigensinn und Geduld. Die Tapferkeit stärkt, der Eigensinn macht Spaß, und die Geduld gibt Ruhe.“ Und ich liebe doch Hesse! 😉

Mit einer akrobatischen Meisterleistung erster Güte, die darin bestand, das Bett dabei so wenig wie nur eben möglich zu verlassen 😉 (aufzustehen wäre deutlich einfacher gewesen, aber aufstehen kann schließlich jeder), fischte ich das Büchlein aus dem Regal und begann es zu lesen. Und las und las…

Auf den letzten Seiten ereilte mich dann doch noch mal Gevatter Schlaf. Nein, das lag nicht an Drewermanns Schreibkunst, ich schwöre! 😉 Das Büchlein ist gut und lesenswert!

Die letzten rund 20 Seiten waren dann nach dem Aufwachen dran. In den Träumen zuvor habe ich mit Hesse und Drewermann Kaffee im Ambiente eines klassischen Wiener Kaffeehauses getrunken und es gab eine angeregte Unterhaltung über…. Ja, wenn ich das noch wüsste 😉

Aber interessant war’s, dieses vergessene Büchlein meiner Sammlung wiederentdeckt und nochmal gelesen zu haben. So hatte ein bisschen Schlaflosigkeit doch noch ihr Gutes 🙂 Eugen und Hermann, schön war’s mit euch! 😉

Irgendwann.

Lesezeit: 2 Minuten

Lagebericht. 16 Wochen ist es nun her, dass ich morgens vom Dienst nach Hause kam und er da tot lag. Und es ist immer noch unwirklich. Wie ein böser Traum.

Es geht vorbei. Das ist die Rettungsweste, die mich über Wasser hält. Wenn mich die brodelnde Welle voll trifft, herum wirbelt, überspült, bringt diese Weste meinen Kopf wieder über Wasser.

Es muss einfach vorbei gehen. Irgendwann. Irgendwann ist da nur ein Lächeln, wenn ich an ihn denke. Irgendwann überwiegen die schönen Momente als Reichtum aus dieser gemeinsamen Zeit mit meinem Lieblingsmenschen ❤, meinem besten Freund, die Trauer um den Verlust. Irgendwann.

Irgendwann schließen sich auch all die alten Narben, die mit aufgerissen wurden, wieder. Irgendwann.

Und sonst? Meine alte Taktik: Eins nach dem anderen. Immer erst mal auf das Nächstliegende konzentrieren. Alles andere hat Zeit und lenkt nur ab.

Positive Erlebnisse sind Leuchttürme, die helfen, den Weg durch die raue See zu finden. Ein schönes Frühstück hier. Ein tolles Essen mit meiner Lieblingsschwester ❤ (die ja das alles gerade auch selbst durchmacht) da. Im Wald an einen Baum gelehnt sitzen und einfach nur sein. Den Vögeln lauschen. Seinen Vögeln. Dem wilden Gezwitscher der frechen Spatzenhorde im Garten, die immer noch täglich vorbei schaut. Seine Spatzen. Als er anfing zu füttern vor vielen Jahren, waren da kaum Vögel. Jetzt ist der Garten voll und ich verteile weiter in seinem Namen die Leckerbissen für sie. Die Amsel, die treu jeden Abend vom Dach ihr Lied singt. Wie eine Botschaft von ihm. Botschaften, die ein Lächeln hervorzaubern. So wie er es bei mir immer tat.

Ein Meer aus Tränen. Aber ich bin eine gute Schwimmerin. Leuchttürme aus Lächeln, die mir den Weg weisen.

Es geht vorbei. Irgendwann.

P.S. Meine Gefühle nach außen tragen, gar öffentlich, ist absolut nicht mein Ding. Genau genommen das größtmögliche Gegenteil von „mein Ding“. Aber alles anders machen, ist auch so eine Bewältigungsstrategie. Einfach machen und gucken, was passiert. Auch wenn es die Komfortzone sprengt. Ich liebe Explosionen. Wenn es knallt und bebt. Das passt, wenn alles sowieso anders ist. Dann so richtig anders!

Ölbachtal & Augustdorfer Dünenfeld

Lesezeit: < 1 Minute

Nachdem ich heute jede Menge öden Behördenkram erledigen musste, habe ich mir einen kleinen Spaziergang durchs Ölbachtal und Augustdorfer Dünenfeld mit blökenden Schafen und jede Menge Gezwitscher gegönnt. Also kurz mal durch die Prärie hinterm Haus 😉 Hatte als Knippse nur das Handy dabei, aber sind trotzdem ein paar ganz nette Bilder geworden 😉 Es ist wirklich wunderschön da! Ein bisschen Geräuschkulisse habe ich auch für euch eingefangen:

Etwas leise und kurz, die blökenden Schafe sind leider nicht mit drauf, sonst hätte man den Rest gar nicht mehr gehört 😉

Wer die Bilder gern etwas größer hätte, findet sie >>hier<<

Guten Rutsch!

Happy New Year

Ihr Lieben, rutscht alle gut rüber! 😉 Ich wünsche euch nur das Beste für 2018! ♥

Lesezeit: 2 Minuten

Solche – gedachten – Enden und Neuanfänge sind für mich immer ein guter Anlass, Re­sü­mee zu ziehen.  Und mir bewusst zu machen: Du und alle, die du kennst, werden schon bald tot sein. Diese Zeitspanne zwischen hier und dort ist verdammt kurz. Um so wertvoller ist jeder Augenblick und um so mehr sollte man sich überlegen, ob das, was man gerade tut, denkt etc., es wirklich wert ist, diese kurze Zeit, die einem bleibt, damit zu verbringen.

Von Jahr zu Jahr finde ich mehr, das es nicht wert ist. Und mehr, das es voll und ganz wert ist.

Geduld mit denen, die keine mit mir haben, ist es nicht wert. Ebenso wenig, Dinge zu tun, nur um anderen zu gefallen, insbesondere, wenn die einen Scheiß auf einen geben 😉 Ärgern ist es sowieso nicht wert, hassen schon gar nicht (auch wenn der Hass gut begründet ist, er kettet einen nur an etwas, das schmerzt und man lieber gehen lassen sollte, wenn man sich eine gute Zeit für sich wünscht). Was mir missfällt oder weh tut, ist es (allermeist 😉 ) auch nicht wert. Etwas tun, hinter dem ich in diesem Moment des Tuns nicht wirklich stehe, ist es nicht wert. Etwas bereuen, auch nicht, es ändert nichts mehr und hindert allzu leicht daran, etwas Neues zu probieren, seines Weges weiter zu gehen.

Ich möchte diese rare Zeit nicht mit Menschen verschwenden, die lügen und manipulieren, mit ihrem billigen Lob, ihrer Heuchelei, ihren Schuldzuweisungen usw., nicht mit starren und unflexiblen Persönlichkeiten. Schon gar nicht mit mir gegenüber illoyalen Menschen. Oder Menschen, die erwarten, dass ich mich nach ihren Vorstellungen verstelle, mir vorschreiben wollen, wie ich zu sein habe.

Was ist es nun wert? Lieben und leben! Mein Wolf! ♥

Menschen, mit denen ich ich selbst sein kann. Menschen, die mit mir durch dick und dünn gehen, mit denen ich Pferde stehlen kann 😉 Mit denen ich Scheiß bauen kann, verrückt sein, fies 😉 , über die Welt fluchen kann und dann drüber lachen, mit denen ich gleichermaßen traurig und glücklich sein, in die Tiefe gehen kann. Abgründe erforschen kann. Echtheit ist es immer wert. Und genießen natürlich 😉

Und allein mit mir sein, sowieso! Einfach nur da sitzen und Musik lauschen. Abtauchen. Ein Buch lesen. Sinnieren. Die Nacht zum Tage machen. Ein gutes Glas Single Malt. Oder Roten. Oder Bier. Ein leckeres Steak, gutes Essen & Trinken überhaupt. Binge Watching 😉 Grinsen, richtig fett. Zwinkern 😉 Ein fuck it aus tiefstem Herzen ist es auch immer wert! [To be continued]

Ach, ich könnte jetzt noch so viel schreiben, aber ich möchte noch vor Mitternacht fertig werden 😉

Was fehlt jetzt noch? Ein kluges Zitat natürlich!

Man sagt, heute sei Neujahr. Punkt 24 Uhr sei die Grenze zwischen dem alten und dem neuen Jahr. Aber so einfach ist das nicht. Ob ein Jahr neu wird, liegt nicht am Kalender, nicht an der Uhr. Ob ein Jahr neu wird, liegt an uns. Ob wir es neu machen, ob wir neu anfangen zu denken, ob wir neu anfangen zu sprechen, ob wir neu anfangen zu leben.

Johann Wilhelm Wilms

Und last but not least einer meiner Lieblingssprüche:

Don’t worry about life, you’re not going to survive it anyway.

In diesem Sinne der wohl einzig wirklich gute Vorsatz fürs neue Jahr: Tue, was dich glücklich macht! 😉

Endlich Mittsommer!

Sommersonnenwende

Lesezeit: < 1 Minute

Sommersonnenwende. Ich liebe diesen Tag, er ist so voller Hoffnung! Ab jetzt werden die Nächte endlich wieder länger! Dieser heiße, grelle Sommer ist angezählt, bald ist es wieder Herbst, wundervoll kühl und Nebel hüllt alles watteweich ein. Regentropfen klatschen ans Fenster und der Wind heult ums Haus. Und dann, lang ersehnt, kommt der Winter mit seinen wundervollen, langen, dunklen, kalten Nächten! Und Schnee…. Die Menschen verziehen sich wieder in ihre Häuser, es wird stiller draußen, leerer… *schwelg* *träum*