Dies ist das Archiv für Mai 2009.

Gelinkt #1

Erstellt am 28.05.2009 um 23:54 Uhr | Diesen Beitrag drucken

Ab sofort gibt es möglichst regelmäßig (das sage ich Chaotikerin ;-) ) und vermutlich mitternächtlich Linktipps kreuzbuntquer aus dem Reservoir, das mein Feedreader so ausspuckt … Manchmal auch mit kleinem Kommentar ;-)

So viel für heute …

   
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Und sie bewegt sich doch?

Erstellt am 28.05.2009 um 00:05 Uhr | Diesen Beitrag drucken

Löschen statt verstecken: Es funktioniert!

Bereits vor einigen Monaten zeigte ein Test von CareChild, dass man Seiten mit Kinderpornografie sehr wohl  sehr schnell von den entsprechenden Servern - auch im Ausland - gelöscht bekommt, wenn man denn nur will.

Internetzensur: CareChild-Versuch blamiert Deutsche Politiker

Nur ein kleiner Versuch mit geringem Aufwand sollte es sein. Nicht länger als 1 Tag sollten die Vorbereitungen (juristisch & technisch) dauern und nach 48 Stunden sollten mindestens die Hälfte von insgesamt 20 Domains, von der offiziellen dänischen Sperrliste für kinderpornografische Webinhalte, nicht mehr erreichbar sein. […]

Das Ergebnis ist beschämend für die Politik, insbesondere für Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen und Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble. Die Deutsche Sperrliste wird zu grossen Teilen identisch mit der Liste der anderen Länder sein, insbesondere was die Qualität der Seiten angeht. Das diese so leicht und mit derart geringem Aufwand aus dem Netz zu fegen sind, sollte nachdenklich stimmen.

Denn dies hätte letztendlich schon längst in Angriff genommen werden können, statt sich mit naiven Zensurwünschen und der Präsentation brutaler Kinderpornos vor Journalisten und Providern noch vor der Wahl profilieren zu wollen. […]

Nun gibt es einen weiteren Test, der dies ältere Ergebnis bestätigt.

Löschen statt verstecken: Es funktioniert!

Innerhalb von 12 Stunden wurden 60 kinderpornographische Internet-Angebote gelöscht

Im Streit um geeignete Maßnahmen gegen im Internet dokumentierten Kindesmissbrauch (”Kinderpornographie”) wird von Befürwortern bloßer Sperren angeführt, dass es oftmals nicht oder nur mit erheblichem Aufwand möglich sei, die Inhalte zu entfernen oder der Urheber habhaft zu werden.

Jetzt machte Alvar Freude vom Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur (AK Zensur) die Probe aufs Exempel, analysierte mit automatischen Verfahren die diversen europäischen Sperrlisten und schrieb die Provider an, auf deren Servern sich laut der Listen kinderpornographisches Material befinden soll. Mit beeindruckender Resonanz: Innerhalb der ersten 12 Stunden nach Aussenden der Mails wurden bereits 60 Webauftritte gelöscht. […]

  • Die ersten Reaktionen bzw. Löschungen folgten bereits nach wenigen Minuten und kamen unter anderem aus den USA, Holland, Dänemark, Russland sowie Deutschland.
  • Drei der jetzt vom Netz genommenen Webauftritte befanden sich auf Servern in Deutschland.
  • Insgesamt wurden automatisiert 348 verschiedene Provider in 46 Ländern angeschrieben und über rund 1943 gesperrte vorgeblich illegale Webseiten informiert. Eine manuelle inhaltliche Analyse der Webseiten hat vorher nicht stattgefunden. […]
  • Bei der überwiegenden Mehrheit der Webseiten, darunter einigen aus Deutschland, zeigte sich bei der Überprüfung durch den Provider, dass die Webseiten kein kinderpornographisches, teils überhaupt kein irgendwie beanstandbares Material enthielten - die Webauftritte waren folglich zu Unrecht gesperrt. In Finnland werden zudem auch mehrere inländische Webseiten blockiert, die sich kritisch mit den dortigen Internet-Sperren auseinandersetzen.

Die Abschaltung von Webauftritten mit kinderpornographischen Inhalten dauert nicht länger als die Übermittlung einer Sperrliste. Dies führt die Argumentation der Befürworter des bloßen Sperrens ad absurdum - es gibt keinen sachlichen Grund, strafbare Inhalte im Netz zu belassen und sie für alle einschlägig Interessierten mit minimalem Aufwand weiterhin zugänglich zu halten.

Was für eine Bürgerinitiative wie den Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur möglich ist, sollte für die deutsche Regierung und Strafverfolgungsbehörden ein Leichtes sein und die hier erzielten Ergebnisse deutlich übertreffen können.

Ergebnis der heutigen öffentlichen Expertenanhörung des Wirtschaftsausschusses des Deutschen Bundestages zum Entwurf für ein “Gesetz zur Bekämpfung der Kinderpornografie in Kommunikationsnetzen”: Gesetz ist wegen gravierender Mängel nicht beschlussreif 

Oliver Süme, stellv. Vorstandsvorsitzender von eco, erklärt dazu:

“In ihrer überwiegenden Mehrheit waren die zur heutigen Anhörung geladenen Sachverständigen so wie wir der Ansicht, dass das von den Koalitionsfraktionen eingebrachte Gesetz gravierende Mängel hat und so nicht beschlussreif ist. Die heute ausgemachten Schwachstellen sind zahlreich und komplex, bis hin zu begründeten Zweifeln ob der Entwurf überhaupt verfassungsgemäß ist. Von allen Experten werden wirksame Maßnahmen zur Bekämpfung von Kinderpornografie gefordert, aber gerade das vorgelegte Gesetz löst nach derzeitigem Stand diesen Anspruch nicht ein. Es ist dem gemeinsamen Anliegen nicht förderlich, wenn der Gesetzgeber überhastet ein fehlerhaftes Gesetz verabschiedet. Die netzseitige Zugangserschwerung wirft eine Vielzahl schwieriger Fragen auf, die unbedingt klar geregelt werden müssen.

Der Gesetzgeber sollte deshalb vom Gesetz in der jetzigen Form Abstand nehmen. Wenn überhaupt, kommt an Stelle der vorgesehenen Änderung des Telemediengesetzes nur die Schaffung eines Spezialgesetzes in Frage, weil nur dieses die komplexen Fragestellungen umfassend und klar genug regeln kann.”

Sehr interessant zu lesen ist hierzu auch die Stellungnahme von Juniorprofessor Dr. Matthias Bäcker, LL.M. von der Universität Mannheim. Die anderen Stellungnahmen finden sich hier.

Nun heißt es auf der Homepage der SPD Bundestagsfraktion: “Gesetzentwurf zur Bekämpfung der Kinderpornografie wird überarbeitet

Rechnen wir mal das Wahlkampfgetöse raus, ist die Kuh sicher noch lange nicht vom Eis, aber, wenn man es optimistisch sehen mag, zumindest ein dünner Silberstreif am Horizont erkennbar.

Mein  - zu optimistisches? - Fazit: Der massive Protest im Internet hat erste Wirkung gezeigt, hat schon mal Unruhe gestiftet ;-) Um wirklich zu wirken, muss er aber noch deutlich intensiver werden, muss vor allem noch viel mehr raus aus dem Netz, auf die Straße, in die anderen Medien, ins “real life” …

   
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Missbrauch & Kinderpornografie

Erstellt am 27.05.2009 um 00:11 Uhr | Diesen Beitrag drucken

Ich hatte die letzten Tage viele Artikelideen zum Thema Kinderpornografie, Missbrauch … im Kopf, die ich hier bloggen wollte. Wütende. Stink wütende. Traurige. Zornige. Sarkastische. Beißende. Fassungslose …

Einen kurzen Ansatz gab es. Aber schlussendlich fehlen mir die Worte.

Missbrauchte Menschen, missbrauchte und gefolterte Kinder für die eigenen Zwecke, die eigene Profilierung zu missbrauchen, wieder und wieder zu missbrauchen, wie es meines Erachtens Ursula von der Leyen Zensursula von den Laien & Co tun, ist mit das Mieseste, Schändlichste, das ich mir vorstellen kann.

Es gibt aber viele gute Artikel im Netz dazu, die nicht ungenannt bleiben sollen und für die ich sehr dankbar bin. Stellvertretend seien hier einige genannt.

Vorab ein Bericht von NDR Zapp, der einen guten Überblick bietet:

Sowas hätte ich gern viel, viel mehr gesehen, gehört und gelesen in TV & Co, den “großen Medien” …

Aber ein paar Leuchttürme im düsteren Meer des KiPo-Bullshit gab es auch da, z.B. bei der ZEIT oder FAZ.

ZEIT online: Mehr als 90 Prozent gegen Sperrungen im Internet (schöne Demaskierung dieser unsäglichen “Deutsche Kinderhilfe” Umfrageaktion)

FAZ: Internetszene: Wir sind Helden  (Mit der schönen Frage: “Wenn alle frei im Internet kommunizieren könnten, “warum brauchen wir dann noch Volksvertreter?”")

Mehr sehr Informatives und Lesenswertes zu diesem “Kinderhilfe”-Verein findet sich z.B. bei evildaystar.de und beim Spiegelfechter: Deutsche Kinderhilfe - der Versuch eines konservativen Rollbacks

Sehr gut auch und unbedingt lesenswert - wie eigentlich immer - Twister bei Telepolis:  Die religiöse Härte hinter dem Lächeln

Nicht zu vergessen auch netzpolitik.org: “Zensursula”-Anhörung: Die BKA-Stellungnahme im (kurzen) Realitycheck

Nicht zu vergessen auch annalist.

Und wozu das alles? “Nur 12 Minuten nach dem Beginn der Kinderpornoblockdebatte fällt das Wort Urheberrecht.”

Wie gesagt, um nur einige wenige zu nennen …

Missbrauchte Kinder missbrauchen, um Löcher in Dämme des GG zu graben, um Macht (und die funzt eben nur mit Angst machen) und Kontrolle zu be-/erhalten, um die ureigenen Interessen zu wahren.

Man setze das alles mal in Beziehung, betrachte die Netzwerke dahinter …

Die Online-Petition “Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten” hat inzwischen zwar die Zahl von 100.000 Mitzeichnern überschritten, was sehr einmalig ist, aber da geht noch mehr! Also los!

Erwähnenswert ist noch ein Artikel, der wieder auch gut in meine Rubrik “Christliche Werte” passt:

Wozu das Zölibat taugt?

Die Antwort ist einfach. Zum Kinderficken

Zehntausende Kinder in Irland sind sexuell, körperlich und emotional missbraucht worden - von Nonnen, Pfarrern (d.h: von katholischen “Priestern”) und anderem Personal der (katholischen) Kirche. Und das über Jahrzehnte hinweg. Jeweils in Internaten, Schulen und Wohnheimen, die in erster Linie für die Kinder der Armen, für die Verwundbaren und Unerwünschten hätten Sorge tragen sollen. Das erfährt man aus einem 2.600-Seiten-Report, der soeben in Dublin erschienen ist.

Weiterlesen

Das war nicht nur in Irland so, das ist kein allein katholisches Problem … sicher.

Aber es zeigt Muster auf.

Warum quälen Menschen andere Menschen? Gar Kinder? Ich kann nur immer wiederholen, Leute, lest Arno Gruen.

Eine l(i)ebenswerte Welt ist nicht mit Sperren, Zensur, Verboten, Scheinheiligkeit und was Sie da noch alles zu bieten haben, Frau von der Leyen & Co, zu erreichen. Ebenso wenig wie “Killerspiele” die Ursache von Amokläufen sind. Krank sind auch nicht die, die angesichts dies allem leiden, durchdrehen  …

   
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A Real Human Interface

Erstellt am 26.05.2009 um 02:19 Uhr | Diesen Beitrag drucken

Ich hatte es grad schon bei Facebook verlinkt und den halben (mindestens ;-)) IRC mit beglückt, aber hier muss das auch noch hin:

Hach, ich mag sowas. Besonders geil das Update, aber auch der Spam ;-)

Via Sprechblase, nein eigentlich identi.ca … thx ;-)

   
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Heute Handtuch nicht vergessen!

Erstellt am 25.05.2009 um 08:28 Uhr | Diesen Beitrag drucken

   
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Dreißig Sekunden …

Erstellt am 23.05.2009 um 08:38 Uhr | Diesen Beitrag drucken

Eine kleine Straße. Kein Auto außer mir weit und breit. Ich warte allein an der roten Ampel.

Donnergrollen.

Dampfschwaden steigen im Licht der Abendsonne vom nassen Asphalt vor mir auf.

Fasziniert schaue ich ihnen zu. Schwebe mit ihnen hinauf vom Asphalt, löse mich mit ihnen im Sonnenlicht auf…

Hupen schmeißt mich auf die Erde zurück. Im gleichen Augenblick klopft es heftig gegen die Seitenscheibe.

“Hallo??!! GRÜÜÜN!!!”

Es wird rot.

“Schöne Scheiße!!” Das klopfende Etwas schaut bei diesem Ausruf fassungslos auf die Ampel.

Ich fahre die Scheibe runter, zeige noch immer fasziniert auf die Dampfschwaden, die immer noch aufsteigen. Auf die Abendsonne, die tiefschwarzen Wolken, die zuckenden Blitze…

“Ist das nicht einfach wundervoll?” frage ich.

“Sind sie high oder sowas?!?!” schreit es zurück. “UNGLAUBLICH!! Gehen Sie mal zum Arzt!! Sie sind ja völlig verrückt!! Sowas fährt Auto… “ An den Kopf fassen. Vogel zeigen. Mittelfinger. Kopf schütteln.

Kein Scheiß. So geschehen gestern Abend auf dem Weg zum Nachtdienst.

Lieber Huper und Scheibenklopfer: Ja, ich mag völlig verrückt sein. Ich bin es sogar sicher. Aber ich lebe …

Sorry für die “verschwendeten” dreißig Sekunden …

   
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JusProg - jugendschutzprogramm.de [Update]

Erstellt am 22.05.2009 um 19:14 Uhr | Diesen Beitrag drucken

Sachen gibt’s …

Gerade lese ich bei Fefe etwas vom JusProg - jugenschutzprogramm.de und welche Seiten dort z.B. gesperrt sind:

Die Seite blog.fefe.de ist bereits in unserem Filter enthalten und wird als ‘Standard gesperrt’ eingestuft.

Die Seite taz.de ist bereits in unserem Filter enthalten und wird als ‘Standard gesperrt’ eingestuft.

Die Seite spiegel.de wird von uns für unbedenklich gehalten.

Die Seite krautchan.net ist noch nicht in unserem Filter vorhanden.

Ja, nun will ich es natürlich wissen! Wie beurteilt JusProg - jugenschutzprogramm.de nun mein kleines, unwichtiges, unerhebliches Blog hier?  Ja, kennt man mich da überhaupt? Ja, man kennt mich!

Sprachlos …

Und wie beurteilt JusProg - jugenschutzprogramm.de die BILD-Zeitung?

Die Seite bild.de wird von uns für unbedenklich gehalten.

Ah ja …

Und den Humanistischen Pressedienst?

Die Seite hpd.de ist bereits in unserem Filter enthalten und wird als ‘Standard gesperrt’ eingestuft.

Nun werde ich noch neugieriger.

Jugendschutzprogramm.de schützt Kinder und Jugendliche vor Gefährdung durch Erotik oder Gewalt auf deutschsprachigen Internet-Seiten.

Erotik? Gewalt? In meinem Blog?? OMG - warum sagt mir das denn keiner?

Jugendschutzprogramm.de ist ein Filter für das international anerkannte Schutzsystem ICRA. Das bedeutet: Jugendschutz weltweit!

Jugendschutzprogramm.de bietet seinen Filter kostenlos für Eltern an. Auch die dazu empfohlene ICRA-Software ist kostenlos. Kinderleichte Installation!

Ich werde noch viel neugieriger. Wer steckt eigentlich hinter JusProg - jugenschutzprogramm.de?

Das Impressum informiert mich:

JusProg
Verein zur Förderung des Kinder- und Jugendschutzes
in Telemedien e.V.

c/o Fundorado GmbH […]

Verantwortlicher i.S.d.P. : Mirko Drenger (Vors.)

Weiterhin steht da:

JusProg e.V. ist als gemeinnützig anerkannt

Mirko Drenger? Fundorado?

Fundorado hat einen Geschäftsführer ernannt: Mirko Drenger war vorher Einkaufsleiter des Flensbruger Erotik-Versands Orion und bereitet nun den Start des Erotikportals im Herbst vor. Fundorado ist ein Joint-Venture von Orion, dem Internet-Provider Freenet und dem Webtechnik-Spezialisten Audiofon.

Quelle:  horizont.net (Meldung vom 1.8.2001)

Ich glaube, früher nannte man sowas, den Bock zum Gärtner machen.

Nun würde mich natürlich interessieren, nach welchen Kriterien dieser Filter filtert. Ja nee, im Ernst.

Ich würde da ja jetzt drüber lachen … aber angesichts der Internetsperraktionen unserer Regierung gerade, vergeht mir da das Lachen. Heute Jugendliche, morgen wir alle. Willkür pur.

Mir vergeht das Lachen aber auch allein schon, wenn sowas da oben - auch mit meinen Steuergeldern - als gemeinnützig gefördert wird, unseren Kindern und Jugendlichen zugemutet wird und sich “Schutz” nennen darf.

Aber auf der anderen Seite, ich muss schon zugeben, ich fühle mich geehrt. Irgendwie voll fett subversiv … ;-)

Update 26.5.09:

Ein Artikel von Telepolis dazu: Jugendschutz und politische Zensur

[…] Letztendlich zeigt diese Affäre, wie schnell es gehen kann, dass unter dem Deckmäntelchen des Jugendschutzes Zensur gegen Andersdenkende ausgeübt werden kann. […] Filtermaßnahmen á la JusProg gelten jedoch im Fahrwasser weitergehender Sperrphantasien als Vorboten eines moderierten Netzes. Aber wer überwacht die Wächter?

F!XMBR hatte bei JusProg nach den Kriterien gefragt. Man bekam Antwort, allerdings keine auf die gestellte Frage: Ein Pornoanwalt antwortet

Aber keine Antwort ist ja bekanntlich auch eine Antwort.

Ich habe denen übrigens auch gemailt und werde, falls es eine gibt, die Antwort natürlich auch hier berichten…

   
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Gentechnik - Eingriff in die Evolution?

Erstellt am 21.05.2009 um 07:57 Uhr | Diesen Beitrag drucken

Ein Vortrag von Prof. Dr. Beda Stadler, Direktor des Instituts für Immunologie der Universität Bern, anlässlich der Delegiertenversammlung der Freidenker-Vereinigung der Schweiz vom 17. Mai 2009, zum Thema Gentechnik - gehalten auf die typisch stadlerische Art ;-) Ich wünsche unterhaltsame 60 Minuten ;-)

   
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Billiglöhne und Streikverbot: Christen als Arbeitgeber

Erstellt am 20.05.2009 um 15:59 Uhr | Diesen Beitrag drucken

Mal wieder ein Beitrag für meine Serie “Christliche Werte“, ich habe gerade keine Lust zu zählen, der wie vielte es ist, aber mehr als ein Dutzend sind es wohl schon. Ende Januar dieses Jahres berichtete bereits die Sendung WDR Markt über Arbeitsbedingungen, Lohndumping, Streikverbot etc. bei diakonischen Arbeitgebern, speziell den von Bodelschwinghschen Anstalten Bethel: Prinzip Nächstenliebe - Bethel als Arbeitgeber

Nun hat auch die Sendung ZDF Frontal21 das Thema aufgegriffen:

Diakonische Einrichtungen wollen sich nach Einschätzung der Gewerkschaft verdi durch Billiglöhne Wettbewerbsvorteile verschaffen, verweigern ihren Mitarbeitern zudem auch das Grundrecht auf Streik. Anfang Mai gingen trotzdem mehrere Hundert Diakonie-Angestellte in Bielefeld auf die Straße, um für eine Tariferhöhung wie im öffentlichen Dienst zu kämpfen. In einigen Diakonie-Einrichtungen legten Mitarbeiter die Arbeit nieder. Die diakonischen Arbeitgeber drohen in solchen Fällen mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen, bis hin zur Kündigung. […] Verschiedene Tarife für gleiche Arbeit […] Die Arbeitgeber der Diakonie weisen dagegen die Vorwürfe von Gewerkschaften und Arbeitnehmern zurück und sprechen den Mitarbeitern ein Recht auf Streik ab. […] Nach Einschätzung von Verdi-Chef Frank Bsirke ist das Verhalten der Kirchen jedoch nicht verfassungsgemäß. “Wenn diese Arbeitgeber der Auffassung sind, dass es kein Streikrecht gibt, dann sollen sie doch vor Gericht gehen”, sagt er. “Wir werden das bis zum Bundesverfassungsgericht tragen, um klar stellen zu lassen, dass es nicht Grundrechte für die einen und Grundrechtsdefizite für die anderen gibt, dass es ein einheitliches Streikrecht für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in diesem Lande gibt.” Es sei völlig abwegig, wie die Arbeitgeber in den Kirchen anzunehmen, dass das Selbstbestimmungsrecht von Religionsgemeinschaften höher bewertet werde als die freiheitlich demokratische Grundordnung.

In einem zweieinhalb seitigen Brief des Vorstands der vBA Bethel an die Mitarbeiter heißt es, die Gewerkschaft ver.di versuche “leider unterstützt von einigen Mitgliedern unserer Mitarbeitervertretungen, Unruhe und Unfrieden zu stiften, um eigene Vorteile zu suchen”. (Das zeugt schon von einem beeindruckenden Realitätsverlust…) Des Weiteren meint man, dass die Gewerkschaft ver.di “kein Verhandlungspartner für Kirche und Diakonie” sei, da sie “rechtlich keinerlei Zuständigkeit” habe.

Ja, ja, diese bösen Unruhestifter immer! ;-) Und wieder einmal zeigt sich, wie sehr recht der Theologieprofessor Gerd Lüdemann hat, wenn er anmerkt:

Die freiheitlich-demokratischen Ideale und Werte, die sich jetzt auch im Grundgesetz finden, wurden während der Aufklärung gegen die sich auf Gott und Bibel berufenden Kirchen durchgesetzt. Und weder der Gott Jahwe des Alten Testaments noch der Vater Jesus Christi, noch beide in einer Person, noch Allah vertreten die Werte unseres freiheitlich-demokratischen Staates. Sie müssen sie erst noch erlernen.

Der Kirche laufen die Leute davon. Sicher auch, weil sich Bildung nicht wirklich gut mit dem blinden Glauben an einen Gott, dessen Existenz es an jeglicher Evidenz mangelt, verträgt. Aber ganz sicher auch, weil das wohl bekannte Wasser predigen und Wein saufen gerade in diesen Zeiten wieder immer offensichtlicher wird, weil sie einfach nicht glaubwürdig sind. Aber die Kirchen haben ein Mittel gegen Austritte: Als größte Arbeitgeber im sozialen Bereich drohen sie bei Kirchenaustritt kurzerhand mit Kündigung. Die Hölle zieht halt nicht mehr … ;-)

Wir brauchen dringendst eine Aufklärung 2.0!

Mein Respekt und großer Dank an all die, die trotz der diversen Drohungen und Angst um ihren Arbeitsplatz aufstehen, Rückgrat zeigen und den Mund aufmachen! Sie stehen damit nicht nur für ihre eigenen Rechte ein, sondern auch für die der von ihnen Betreuten. Und zu denen kann jeder von uns im nächsten Augenblick zählen. Deshalb geht es uns alle an!

   
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Die Ferne ruft ;-)

Erstellt am 04.05.2009 um 00:50 Uhr | Diesen Beitrag drucken

Mich zieht’s gen Osten, ich wollte mir immer schon mal Riga, Tallinn, St. Petersburg … angucken, da soll’s viel Schönes geben ;-) Genießt also die Zeit ohne mich ;-)

Achja, die Kommentarfunktion habe ich für die Zeit deaktiviert…

Bis dann mal ;-)

   
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