Erste Super-Nahaufnahmen vom Mars

Am Freitag (29.9.06) wird es erste Nahaufnahmen mit einer horizontalen Bildauflösung von einem Meter pro Pixel aus niedriger Höhe der High-Resolution Imaging Science Experiment-Kamera (HiRISE) geben. Diese bisher höchstauflösende Kamera in einer Mars-Umlaufbahn befindet sich an Bord des Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) der NASA.

Benutzerfreundliche Web Tools sollen Wissenschaftlern sowie auch der Öffentlichkeit das Betrachten / Analysieren der Bilder, Einreichen von Beobachtungswünschen und somit jedem die direkte Teilnahme an den Entdeckungen dieses Forschungsprojekts ermöglichen.

Weitere Infos:

Halley, Watson, Crick & Co

Uih, das verspricht schöne Schmökerzeiten! 😉

Die britische Gelehrtengesellschaft Royal Society, die seit ihrer Gründung im Jahre 1660 die Förderung wissenschaftlicher Forschung unterstützt, öffnet ihr erweitertes Archiv mit wissenschaftlichen Dokumenten aus über 340 Jahren im Internet (darunter solche von Michael Faraday, Isaac Newton und auch das erste Forschungspapier des Physikers Stephen Hawking) für einen kurzen Zeitraum:

Das Archiv beinhaltet nun bahnbrechende wissenschaftliche Entdeckungen, darunter Halleys Beschreibung seines Kometen im Jahre 1705, Details der Doppel-Helix des DNS von James Watson und Francis Crick von 1954 und Edmond Stones Entdeckung, dass Weidenborke Fieber heilen kann, was später zur Entwicklung des Aspirin führte. Robert Boyle dachte 1665 über Bluttransfusionen nach, wozu es die passenden Dokumente online gibt.

Frühe Beiträge beschreiben, wie etwa Kapitän James Cook die Besatzung an Bord der HMS Endeavour am Leben hielt oder zeigen das Erstaunen der Gesellschaft des 18. Jahrhunderts über die Leistung eines achtjährigen Mozart. Auch einige eher amüsante Experimente und Entdeckungen sind in der Online-Datenbank zu finden, welche laut der Royal Society die Neugier der frühen wissenschaftlichen Pioniere zeigen würden.

Das erweiterte Angebot soll für etwa zwei Monate ab dem heutigen 14. September 2006 zur Verfügung stehen. Im Dezember 2006 wird das Archiv dann nur noch für Abonnenten von wissenschaftlichen Zeitschriften der Royal Society frei zugänglich sein – ansonsten muss für die Ansicht der einzelnen wissenschaftlichen Dokumente eine Gebühr gezahlt werden.

(Quelle: golem.de)

-> Zum Archiv der Royal Society

Schlafmittel weckt aus dem Wachkoma

Es klingt völlig unglaublich, was da letzten Dienstag im „The Guardian“ zu lesen war: Durch Zufall wurde entdeckt, dass Zolpidem, z.B. bei uns bekannt als Schlafmittel Stilnox, Wachkomapatienten „aufwecken“ kann. Sie können wieder sprechen etc.

Wie das genau funktioniert, weiß noch niemand. Aber es gibt erste Hypothesen:

No one yet knows exactly how a sleeping pill could wake up the seemingly dead brain cells, but Nel and Clauss have a hypothesis. After the brain has suffered severe trauma, a chemical known as Gaba (gamma amino butyric acid) closes down brain functions in order to conserve energy and help cells survive. However, in such a long-term dormant state, the receptors in the brain cells that respond to Gaba become hypersensitive, and as Gaba is a depressant, it causes a persistent vegetative state.

It is thought that during this process the receptors are in some way changed or deformed so that they respond to zolpidem differently from normal receptors, thus breaking the hold of Gaba. This could mean that instead of sending patients to sleep as usual, it makes dormant areas of the brain function again and some comatose patients wake up.

Die Hypothese zu gut deutsch: Wenn ein Gehirn schwer verletzt wird, sorgt der Stoff Gaba im Hirn dafür, dass es – ähnlich wie ein PC – „heruntergefahren“ wird, um so Energie/Sauerstoff zu sparen und den Zellen bessere Überlebenschancen zu verschaffen. Hält dieser Zustand (z.B. aufgrund einer sehr schweren Verletzung) lange an, werden die Rezeptorzellen für Gaba hypersensibel und evtl. so verändert, dass sie ganz anders als normalerweise auf Zolpidem reagieren und statt zu beruhigen und einszuchläfern, weckt Zolpidem nun, indem es den verhängnisvollen Gaba-Kreislauf unterbricht.

Die Story bei „The Guardian“ ist beeindruckend… lest selbst: Reborn

Zodiakallicht

Zodiakallicht

Jetzt im September gehts wieder los: Frühmorgens, kurz vor Sonnenaufgang und bei sehr klarem Himmel (am besten von einem erhöhten Aussichtspunkt außerhalb größerer lichtstarker Siedlungen/Städte) sieht man im Osten das Zodiakallicht (Tierkreislicht). Für ca. zwei Stunden erscheint ein Lichtkegel, dessen Mittelachse die Ekliptik ist. „Zodiakallicht“ weiterlesen