Be irrepressible – sei ununterdrückbar!

Mit irrepressible.info hat amnesty international eine Kampagne gestartet, deren Botschaft ist, dass freie Rede in Zeiten des Internets nicht unterdrückbar ist.

Internet-Cafs werden geschlossen, Chatrooms überwacht, Blogs gelöscht: Zum 45. Jahrestag der ai-Gründung hat die britische Sektion von amnesty international die Kampagne Be irrepressible (Sei ununterdrückbar) gestartet. Sie richtet sich gegen die wachsende Zensur im Internet. amnesty international ruft Benutzer des weltweiten Internets auf, online eine Petition zu unterschreiben.

Mehr dazu hier: Online-Repression: eine neue Bedrohung der Freiheit

Zahlreiche Regierungen, wie z.B. die totalitären Regimes in China, Saudi-Arabien, Vietnam oder Syrien, unterdrücken die freie Meinungsäußerung im Netz. Technik und Know How dafür liefern westliche Unternehmen.

Schon 47.000 Unterzeichner fand die Kampagne bisher. Webmaster, Blogger usw. können mitmachen, in dem sie per Javascript Textteile automatisch auf der eigenen Seite einbinden lassen, die irgendwo auf der Welt verboten wurden.

Um so mehr Menschen an dieser Aktion teil nehmen, umso deutlicher wird, dass Zensur im Internet keine Chance hat.

Wie sowas aussieht, könnt ihr hier rechts sehen… 😉

Wahlcomputer

Ich bin nun sicher kein Technikmuffel und ich gestehe, ich liebe meine PCs heiß und innig! 😉

Aber, sie bei Wahlen einzusetzen, dagegen bin ich strikt. Weil die Erfahrung bisher zeigt, dass sie einfach zu manipulierbar sind. Und was ist eine Demokratie noch wert, wenn wir – begründet – befürchten müssen, dass bei einer Wahl nicht alles mit rechten Dingen zuging? Siehe USA… 8-|

Deshalb habe ich die Online-Petition zum Verbot von Wahlcomputern unterzeichnet. Natürlich per PC … :D Und mit mir inzwischen mehr als 11.000 Menschen.

Nicht wundern, dass der Link nach Schottland führt, unser Bundestag ist nicht dahin umgezogen ;), aber: „Das System öffentliche Petition des Deutschen Bundestages basiert auf einem System des Schottischen Parlaments und den dort gesammelten Erfahrungen. Im Rahmen eines Modellversuchs werden die Internetseiten öffentliche Petition von International Teledemocracy Centre an der Napier Universität in Edinburgh zur Verfügung gestellt.“

Mehr Infos zum Thema Wahlcomputer:

Heise Online: Niederländische Bürgerinitiative knackt Nedap-Wahlcomputer

Die entsprechende niederländische Website dazu: http://www.wijvertrouwenstemcomputersniet.nl/English

CCC Chaosradio zu diesem Thema: http://chaosradio.ccc.de/cr117.html

Und noch mal der CCC dazu: http://www.ccc.de/updates/2006/wahlcomputer

Democracy

Ich habe ein schönes neues Spielzeug entdeckt, den Democracy-Player! 😉 Democracy durchsucht automatisch Online-Dienste wie Google Video oder YouTube nach Tags und beobachtet diese auf Wunsch auch weiterhin. Democracy kann nicht nur auf die üblichen Videoportale zugreifen, sondern auch auf Inhalte, die über Bittorrent verteilt werden.

Des Weiteren findet er alle bereits auf dem heimischen PC vorhandenen Videos und bietet eine übersichtliche Verwaltung dieser.

Und – last but not least – Democracy ist nicht einfach nur ein Player, Democracy ist eine freie Open Source Internet-TV-Plattform und bietet mit der freien Software Broadcast Machine für die eigene Homepage auch die Möglichkeit, eigene Videos in einem Channel zu veröffentlichen (inkl. Video-Blogs und Video-Podcasts), Web-Gallerien zu erstellen (inkl. RSS, BitTorrent) usw. Alles recht leicht und intuitiv bedienbar.

Der Democracy-Player läuft unter Linux, Windows sowie Mac OS X und ist Open Source.

BigBrotherAwards 2006

Gestern wurden in der Ravensberger Spinnerei in Bielefeld zum 7. Mal die BigBrotherAwards – die Oscars für Datenkraken – an Unternehmen, Organisationen und Politikern verliehen, die durch ausufernde Kontrolle, Manipulation und Überwachung erheblich die Privatsphäre von uns Bürgern verletzten.

In diesem Jahr wurden der Jury dazu über 350 Vorschläge eingereicht; 1.700 Seiten mit Recherche- und Hintergrundmaterial musste jedes Jurymitglied vor der Entscheidung durcharbeiten. Für die Auswahl zeichnen der FoeBuD, der Chaos Computer Club (CCC), die Deutsche Vereinigung für Datenschutz (DVD), die Humanistische Union, das Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF), der Förderverein Informationstechnik und Gesellschaft (FITUG) sowie die Internationale Liga für Menschenrechte verantwortlich. Die BigBrotherAwards sind international vernetzt.

Im Vorfeld gab es eine Demonstration „Freiheit statt Angst“, an der rund 300 Leute teilnahmen.

Mehr Infos:
http://www.foebud.org
http://www.bigbrotherawards.de