Wer nichts zu verbergen hat, …

Augenpaar… hat nichts zu befürchten!

Richtig, das ist ein sehr dummer Spruch. Allerdings kommt er besonders gern von denen, die das nun, wenn es um Höcke geht, plötzlich ganz anders sehen.

Bei Heise gibt es einen sehr guten, lesenswerten Artikel zur Höcke-Aktion des Zentrums für politische Schönheit (ZPS), der schön die Verlogenheit um das Thema Überwachung thematisiert:

Protest gegen Höcke: Endlich reden alle von Überwachung

Während die anlasslose Überwachung aller Bürger immer weiter voranschreitet, löst ausgerechnet die vom Zentrum für politische Schönheit behauptete Überwachung von Deutschlands bekanntestem Rechtsradikalen Proteststürme aus. Hier hängt etwas gewaltig schief.

Wo blieb der Aufschrei derjenigen, die jetzt schreien, als das Auslesen von Handys und Datenträgern von Geflüchteten Standard wurde, wo blieb er bei der anlasslosen Aufzeichnung / Vorratsdatenspeicherung, bei den Unmengen Überwachungskameras auf Bahnhöfen, öffentlichen Plätzen etc., Gesichtserkennung, massenhaften Funkzellenabfragen, Speicherung von unseren Flugbewegungen, Überwachung und Aufzeichnung internationaler Datenverkehre, der staatlichen Aufrüstung mit Trojanern, um Verschlüsselung zu umgehen usw. usf.?

Und dann kommt das ZPS mit dieser, meiner Meinung nach, genialen und einfach geilen 😉 Aktion! Chapeau! Weiter so!

Ich bin ein Tab-Messie. Oder: Der Tab-Jo-Jo-Effekt.

Chaos

Selbsterkenntnis ist bekanntlich der erste Schritt zur Besserung, sagte zumindest meine Oma immer. Bei mir läuft das dann so: Wow! Du hast den ersten Schritt geschafft! Super! Nun aber erst mal ausruhen! Du hast dir eine Belohnung verdient! Wie wäre es mit etwas Binge-Watching auf Netflix? Binge-Reading auf’m Kindle?

Tage später… 😉 Glaubt ihr echt, dann erinnere ich mich noch an irgendeinen ersten Schritt?

Wo war ich jetzt noch? Ach ja. Zurück zum Topic.

Eben las ich bei „It’s ok to be an introvert“ den sehr treffenden Spruch:

Opening a new browser tab and then forgetting what you were going to look for is the online version of walking into a room and forgetting what you went in there for.

-B

Also in der klassischen Variante gehöre ich sicher schon zur absoluten Spitzenklasse. Ich muss einen Raum nicht erst betreten, um vergessen zu haben, was ich da wollte, ich bin eher der Typ, der beim Losgehen schon rätselt, wo er jetzt eigentlich warum wofür wohin will und der dann ratlos auf dem Flur steht. Und nein, das ist keine Alterserscheinung, ich wurde schon so geboren.

Aber wenn es um Browsertabs geht, ich glaube, da können mir nur sehr wenige wirklich das Wasser reichen! 😉

Wie machen das nur andere? Ich meine, ich lese irgendwas, dort drin gibt es dann Links, die ich danach noch lesen möchte und die erst mal in neue Tabs wandern. Und da! Dieses Wort, dazu muss ich gleich erst mal googlen. Neuer Tab. Und dann kommt mir beim Lesen diese Idee. Neuer Tab. Und jene. Neuer Tab. Und dann fällt mir ein, dass ich ja immer schon mal das nachsehen wollte. Neuer Tab. Und… neuer Tab. Und… noch ’n Tab. Und …

Da ich meine offenen Tabs gern mehrzeilig darstellen lasse, bleibt selbst auf einem 24″ Monitor recht schnell nur noch wenig Platz zum Lesen des „Rests“. Also gucken wir doch mal, ob wir die alle noch brauchen. Was war das noch mal? Ratlosigkeit macht sich breit. Wann und vor allem, warum (!?) habe ich den da aufgemacht? Oder den? Oder…? Surft da noch jemand mit meinem Browser?? Und dann: Oh! Das ist interessant! Mal eben lesen. Oh! Da muss ich mal weiter recherchieren: Neuer Tab. Und …

Und am Ende sind da 20 Tabs mehr offen, als es vorher waren. Ist wie beim Abnehmen: Jo-Jo-Effekt. Der Tab-Jo-Jo-Effekt.

Und dann stöhne ich wieder, dass Firefox so lahm reagiert und bin erstaunt, wie schnell der doch ist, wenn man sich doch mal auf 20 offene Tabs beschränkt

Ich könnte mich ja mit schlechtem Gedächtnis rausreden. Aber das ist es nicht wirklich. Ich bin ein wandelndes Telefonbuch. Eine Nummer einmal sehen reicht meist, um sie nie mehr zu vergessen. Ich kenne noch alle Telefonnummern, die ich je hatte. Es in der Familie je gab. Wenn ich was Interessantes gelesen habe, sehe ich die Buchseite noch Jahrzehnte später vor mir, inklusive Seitenzahl. Ich bin auch eigentlich nicht unstrukturiert. Im Gegenteil. Ich kann stundenlang sehr strukturiert Tabellen anlegen und was weiß ich noch. Projekte bis zum allerletzten Zipfel durchplanen.

Aber allein das hier kurz tippen, hat zu 11 neuen Tabs geführt. Weil… Ach, was soll’s! Fuck it! 😉

Keep calm. Chaos and order - just two sides of the same coin.

Christen A.D. 2017

Dämon

Da wirst du wach, braust halbschlafen deinen Kaffee, setzt dich hin und liest das Neueste vom Tage und dann flattert so etwas durch deinen Ticker…

„Teuflische“ Kampagne gegen das Schlagen von Kindern

Weltweit bestehen konservative Kreise und religiöse Fundamentalisten immer häufiger darauf, ihre Kinder mit Hilfe von körperlicher Züchtigung erziehen zu dürfen. In den USA sind solche Erziehungsmethoden sogar nicht selten in öffentlichen Schulen üblich. Der Satanische Tempel (TST) wendet sich nun mit einer kreativen Kampagne gegen die körperliche Züchtigung von Kindern.

„Nur Unwissende halten dämonische Kräfte für Märchen“

Moll: Nur unwissende oder oberflächlich denkende Zeitgenossen halten dämonische Kräfte für Märchen oder Hirngespinste. Die Abgründe des modernen Menschen sind doch unter den Bedingungen der Gegenwart unübersehbar. Warum stürzte vor einem Jahr ein Pilot sich und seine Passagiere in den Alpen bewusst und gewollt in den Tod? Welche Kräfte haben zum Beispiel Adolf Hitler, Josef Stalin oder Pol Pot getrieben, Millionen von Menschen gewaltsam umzubringen?

Ultra-katholische Jugendliche stören Reformationsgottesdienst

Eine Gruppe ultra-katholischer Jugendlicher hat in Brüssel einen evangelischen Gottesdienst zur 500-Jahr-Feier der Reformation gestört. […] Die 15 jungen Männer beteten lauthals den Rosenkranz und sorgten so dafür, dass die Feier eine halbe Stunde unterbrochen werden musste. In dieser Zeit sangen die Besucher Glaubenslieder, bis Polizisten die Störer nach draußen brachten.

Und dann willst du nur wieder ganz schnell ins Bett und noch mal aufwachen, diesmal bitte 100 Jahre später. Oder vielleicht doch besser gleich 1000? Oder doch am besten auf einem anderen Planeten? Paralleluniversum? Die Hoffnung stirbt ja bekannterweise zuletzt 😉

Ich habe als Kind immer gedacht, wenn du älter wirst, wirst du dich auf diesem Planeten nicht mehr so fremd fühlen, das wird schon, du gewöhnst dich daran. Nope. Das Gegenteil ist eingetreten. Ich fühle mich von Jahr zu Jahr immer fremder hier. Es gibt da diese schönen T-Shirts, mit Mulders UFO drauf und der Aufschrift „I want to leave!“ Ich möchte nur noch damit rumlaufen.

Liebe Außerirdische, sollte einer von euch das hier lesen, bitte, bitte, bitte holt mich ab! Ich putz auch euer Klo oder so. Nur nehmt mich bitte mit. Ach, ich spiel auch euer Versuchskaninchen! Ich will hier einfach nur weg! Das nimmt kein gutes Ende! Das Mittelalter kehrt zurück oder war nie wirklich vorbei.

Nur Veganer können Humanisten sein?

[Update vom 5.11.17 – Siehe >>hier<<]

Mich erreichte dieser Tage folgende Mail über die Webseite der Regionalgruppe Ostwestfalen-Lippe der Giordano-Bruno-Stiftung, die ich betreue:

Sehr geehrte Frau Wend,
ich hatte vor, mich mal bei der OWL Regionalgruppe der gbs zu melden, weil ich gerne mit Menschen in Kontakt treten möchte, die wie ich Agnostiker sind. Durch Zufall sah ich dann gerade einen Facebook Auftritt zum Thema Fleisch, den Sie wohl auch betreuen. Wie schockierend. Wie kann man einerseits Humanismus predigen und dann gleichzeitig ein so entwürdigendes Foto eines geschlachteten Schweins präsentieren. Hört Aufklärung und Mitgefühl da bei Ihnen auf? Das Elend und die Qual in der heutigen Massentierhaltung müssen Ihnen doch bekannt sein (sonst biete ich Ihnen da gern mehr Infos zu an). Humanismus unbedingt – aber ohne Herz – niemals.
Mit enttäuschten Grüßen

Es ist wohl diese Facebookseite gemeint, die ich in der Tat betreue:

Facebook-Seite Fleisch macht glücklich
Ich möchte darauf mal hier öffentlich antworten: „Nur Veganer können Humanisten sein?“ weiterlesen