Kompetenz, Anstand …

In der taz findet sich ein Interview mit unserem Bundesinnenminister. Beim ersten Lesen hegte ich noch die stille Hoffnung, es möge Satire sein… Leider ist dem nicht so. Wir lesen darin z.B.:

taz: Haben Sie Angst vor den sogenannten Trojanern, also vor Spionagesoftware?

Wolfgang Schäuble: Nein, ich öffne grundsätzlich keine Anhänge von E-Mails, die ich nicht genau einschätzen kann. Außerdem bin ich anständig, mir muss das BKA keine Trojaner schicken.

Hm. Ich muss Herrn Schäuble unbedingt fragen, wie er Anstand definiert. Weil, da war doch mal was… genau! CDU Parteispendenaffäre hieß das. Erinnert ihr euch? „Kompetenz, Anstand …“ weiterlesen

Nachruf

Der BR hat ihn ja schon vor langem gesendet. Angesichts dessen, dass er uns ja sooo bald schon verlässt … *schnüff* … hier nun mein Nachruf:

Seine besten O-Töne:

Lebensweisheit:

Die Säulen seiner Politik:

Zoologische Exkursion:

Jetzt fehlt doch nur noch…

Sag zum Abschied leise Servus… Ende.

😀

Armut ist ein Skandal

… sagt Bischof Huber:

Bischof Huber prangert Armut als Skandal an

EKD-Synode in Würzburg eröffnet

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, hat die Armut in Deutschland als skandalös angeprangert. „Armut ist in sich selbst ein Skandal, weil sie Teil eines Entwurzelungsprozesses aus der Gesellschaft ist“, sagte Huber zum Auftakt der diesjährigen EKD-Synode am Sonntag in Würzburg.

(Quelle: heute.de)

Ich stimme dem Herrn Bischof da völlig zu. Aber er sollte sich einmal die Arbeitsbedingungen und Löhne z.B. in der Diakonie und insbesondere auch dort dem Bereich Zeitarbeit ansehen. Sprich: mal vor der eigenen Tür kehren.

Rechtfertigt das übliche „Ja, aber wir müssen konkurrenzfähig bleiben“ wirklich immer niedrigere Löhne? Rechtfertigt das stetig schlechter werdende Arbeitsbedingungen? Müsste nicht gerade die Kirche sich diesem Trend lautstark widersetzen und ihren Einfluss mit aller Deutlichkeit geltend machen? Wirkt vor diesem Hintergrund obige Aussage nicht recht doppelzüngig?

Be irrepressible – sei ununterdrückbar!

Mit irrepressible.info hat amnesty international eine Kampagne gestartet, deren Botschaft ist, dass freie Rede in Zeiten des Internets nicht unterdrückbar ist.

Internet-Cafs werden geschlossen, Chatrooms überwacht, Blogs gelöscht: Zum 45. Jahrestag der ai-Gründung hat die britische Sektion von amnesty international die Kampagne Be irrepressible (Sei ununterdrückbar) gestartet. Sie richtet sich gegen die wachsende Zensur im Internet. amnesty international ruft Benutzer des weltweiten Internets auf, online eine Petition zu unterschreiben.

Mehr dazu hier: Online-Repression: eine neue Bedrohung der Freiheit

Zahlreiche Regierungen, wie z.B. die totalitären Regimes in China, Saudi-Arabien, Vietnam oder Syrien, unterdrücken die freie Meinungsäußerung im Netz. Technik und Know How dafür liefern westliche Unternehmen.

Schon 47.000 Unterzeichner fand die Kampagne bisher. Webmaster, Blogger usw. können mitmachen, in dem sie per Javascript Textteile automatisch auf der eigenen Seite einbinden lassen, die irgendwo auf der Welt verboten wurden.

Um so mehr Menschen an dieser Aktion teil nehmen, umso deutlicher wird, dass Zensur im Internet keine Chance hat.

Wie sowas aussieht, könnt ihr hier rechts sehen… 😉

Wahlcomputer

Ich bin nun sicher kein Technikmuffel und ich gestehe, ich liebe meine PCs heiß und innig! 😉

Aber, sie bei Wahlen einzusetzen, dagegen bin ich strikt. Weil die Erfahrung bisher zeigt, dass sie einfach zu manipulierbar sind. Und was ist eine Demokratie noch wert, wenn wir – begründet – befürchten müssen, dass bei einer Wahl nicht alles mit rechten Dingen zuging? Siehe USA… 8-|

Deshalb habe ich die Online-Petition zum Verbot von Wahlcomputern unterzeichnet. Natürlich per PC … :D Und mit mir inzwischen mehr als 11.000 Menschen.

Nicht wundern, dass der Link nach Schottland führt, unser Bundestag ist nicht dahin umgezogen ;), aber: „Das System öffentliche Petition des Deutschen Bundestages basiert auf einem System des Schottischen Parlaments und den dort gesammelten Erfahrungen. Im Rahmen eines Modellversuchs werden die Internetseiten öffentliche Petition von International Teledemocracy Centre an der Napier Universität in Edinburgh zur Verfügung gestellt.“

Mehr Infos zum Thema Wahlcomputer:

Heise Online: Niederländische Bürgerinitiative knackt Nedap-Wahlcomputer

Die entsprechende niederländische Website dazu: http://www.wijvertrouwenstemcomputersniet.nl/English

CCC Chaosradio zu diesem Thema: http://chaosradio.ccc.de/cr117.html

Und noch mal der CCC dazu: http://www.ccc.de/updates/2006/wahlcomputer