Es gibt sie doch noch …

… die guten Nachrichten 😉

Diskriminierung beim Diakonischen Werk verurteilt

[…]

Das Selbstbestimmungsrecht der Kirchen ist keine pauschale Benachteilungserlaubnis

Das verfassungsrechtlich garantierte kirchliche Selbstbestimmungsrecht (Art. 137,3 WRV i.V. mit Art. 140 GG) berechtige den kirchlichen Arbeitgeber nicht, die Einstellung für Tätigkeiten im verkündungsfernen Bereich von der Kirchenzugehörigkeit abhängig zu machen. […]

Grundsätzliche Fragen der „Verkündigungsnähe“

Das Urteil geht jedoch in seiner Begründung über diese spezifischen Details hinaus und begrenzt die in der deutschen Gesetzesformulierung pauschal erlaubte Nicht-Gleichbehandlung kirchlicher Träger ausschließlich auf den „verkündigungsnahen“ Bereich kirchlichen Handelns.

Damit wird das Leitbild der Diakonie „Wir sind Kirche“ mit Prinzipien wie: „Diakonie ist Christ sein in der Öffentlichkeit.“, „Sie ist Wesens- und Lebensäußerung der evangelischen Kirchen“, „Diakonie geht aus vom Gottesdienst der Gemeinde“, „Sie ist gelebter Glaube, präsente Liebe, wirksame Hoffnung“ als im Allgemeinen unerheblich erklärt, da diese „Verkündigungsnähe“ im Einzelnen der Berufstätigkeit nachgewiesen werden muss.

Damit ist auch der Grundsatz der „Dienstgemeinschaft„, Grundlage für den „Dritten Weg“ des konfessionellen Arbeitsrechts, der die Mitwirkungsrechte der Arbeitnehmer gravierend einschränkt, prinzipiell in Frage gestellt.

Die Nicht-Gleichbehandlung nach dem AGG sei nach Auffassung des Arbeitsgerichtes nur erlaubt, sofern es sich um Tätigkeit der „Verkündigung, Seelsorge, Unterweisung oder Leitung“ handele, da diese Tätigkeiten „verkündigungsnah“ seien. Für alle anderen Tätigkeiten und „Positionen, die keine Berührung mit der Verkündigung der Botschaft der christlichen Kirche haben“, bestehen „keine schützenswerten Interessen der Kirche, die eine Ungleichbehandlung rechtfertigen könnten“.

Wegen dieser grundsätzlichen Bedeutung ist es verständlich, dass seitens des Diakonischen Werkes sehr genau geprüft wird, ob eine Berufung vor dem Hamburger Landesarbeitsgericht sinnvoll ist, da dort dann sehr viel Grundlegenderes als eine finanzielle Entschädigung verhandelt werden würde. Es wäre möglicherweise der Beginn des Weges bis zum Bundesverfassungsgericht, um die Grenzen in der Auslegung des kirchlichen Selbstbestimmungsrechts nach Art. 137,3 WRV i.V. mit Art. 140 GG zu klären.

Ich fände es sehr schön, wenn diese Dinge, insbesondere auch der so genannte „Dritte Weg“ einmal vor dem Bundesverfassungsgericht geklärt würden. Ebenso wünsche ich mir mehr Leute, wie diese Klägerin, die gegen derlei Diskriminierung angehen.

Total knowledge is total power …

… ist Scientologies Steigerung des guten, alten „Wissen ist Macht“.

Und genau deshalb, weil Wissen eben Macht ist, ist es für uns alle sehr wichtig, dass Wissen frei zugänglich ist. Wie auch Till hier schreibt:

Doch gestern ist mir mal wieder klar geworden, warum BT auch gesellschaftlich wichtig ist. Gestern ist auf PirateBay ein Video geleakt, welches eine Scientology Einweihungsfeiher in OT (http://en.wikipedia.org/wiki/OT_level). Da sieht man auch wie Tom Cruise, Katie Holmes, John Travolta, und Kelly Preston dabei sind und bei dem Unsinn klatschen. […]

Ich finde es einfach hammer wichtig, eine Technologie zu haben, welche es ermöglicht sowas zu verbreiten, wenn man sowas auf Webserver usw lagert, wird das oft weggeklagt oder so. Bei BT ist das schon ein wenig schwieriger, vorallem in Schweden ;). Hier nochmal einen großen Dank an die Jungs von Piratebay für den Mut den Tracker zu fahren!

Dem kann ich nur zustimmen und mit einstimmen in ein dreifaches: „Lang lebe BitTorrent, die PirateBay und das Leck!“ 😉

Teile und herrsche! 😉

TV-Tipp: Gott und das Spaghetti-Monster

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Heute um 21 Uhr geht es in der Reihe „Delta“ auf 3sat (Wiederholung 16.12.07, 19.30 Uhr auf dem ZDFdokukanal) um das Thema: Breitet sich ein „neuer Atheismus“ in unserer Gesellschaft aus?

In Amerika fand vor wenigen Wochen ein Kongress statt, der große internationale Beachtung fand, weil er inmitten eines weltweit religiös aufgeheizten Klimas für einen „kristallklaren Atheismus“ Front machte. Mit dabei die Hauptvertreter des sogenannten „Neuen Atheismus“, darunter neben dem Literaturwissenschaftler und Publizisten Christopher Hitchens auch die Philosophen Sam Harris und Daniel Dennett sowie der Evolutionsbiologe Richard Dawkins.

Das Buch „Der Gotteswahn“ von Richard Dawkins findet viel Beachtung und führt derzeit die Bestellerlisten an, auch in Deutschland. Um die Positionen und die Probleme dieser Diskussion verständlich zu machen, hatte der US-Physiker Bobby Henderson im Kontext der Diskussion um Intelligent Design und das Verbot der Evolutionslehre an amerikanischen Schulen die Religion vom „Fliegenden Spaghetti-Monster“ erfunden: Eine Pseudo-Religion, die sich jedoch aller Argumente herkömmlicher Theologie bedient, um auf diese Weise parodistisch auf die zugrunde liegenden logischen, erkenntnistheoretischen und gesellschaftlichen Probleme aufmerksam zu machen. Doch wie hilfreich oder zutreffend sind derartige Argumente gegen den Theismus?

Die Sendung will jenseits der Polemik, die unweigerlich auf allen Seiten mit dem Thema der Existenz Gottes verbunden ist, die Argumentationslinien des sogenannten „neuen Atheismus“ deutlich machen und kritisch beleuchten. Sie fragt, was eigentlich neu am Anti-Theismus ist – und wie die Theologen mit den neuen Herausforderungen umgehen, vor denen sie stehen. Gibt es eine Position jenseits der Intelligent Design Argumente? Und welche Auswirkungen hätte der neue Anti-Theismus auf die heutige Gesellschaft?

Gäste der Sendung sind:

  • Willigis Jäger, Benediktushof – Zentrum für spirituelle Wege
  • Bernulf Kanitscheider, Philosophie der Naturwissenschaften, Universität Gießen
  • Hans-Dieter Mutschler, Theologe und Physiker, Hochschule Ignatianum/Krakau

Themen sind die Gärtnerparabel, Aufruf zum Nicht-Glauben und Religion als Teilsystem.

Quelle: 3sat

Wer das Spaghetti-Monster noch nicht kennt (Bildungslücke! 😉 ), wird in der Wikipedia fündig.

TV-Tipp: Ist Gott nur eine Wahnvorstellung?

ZDF, Sonntag, 4. November 2007, 0.20 Uhr nachtstudio

Gäste:
Petra Bahr, Theologin, Kulturbeauftragte der EKD
Manfred Lütz, Theologe, Psychotherapeut, Psychiater
Michael Schmidt-Salomon, Philosoph, Giordano-Bruno-Stiftung
Henryk M. Broder, Journalist und Buchautor

Der neue Religionsstreit

Nach dem Erscheinen von Richard Dawkins Bestseller „Der Gotteswahn“, ist erneut der Streit zwischen Gläubigen und Atheisten entbrannt, ob es tatsächlich einen Gott gibt.

Seit Wochen steht ein Buch in den internationalen Bestsellerlisten, in dem ein Oxfordprofessor mit dem Glauben an ein höheres übernatürliches Wesen jedweder Art abrechnet. Der Mann ist Evolutionsbiologe, heißt Richard Dawkins und erregt mit seinem 575-Seiten Werk „Der Gotteswahn“ seit Monaten die Gemüter. In einer Art atheistischem Manifest wettert er nicht nur scharfzüngig gegen religiöse Fundamentalisten, sondern hält Religion grundsätzlich für irrational, fortschrittsfeindlich und zerstörerisch. Sie lehre uns, damit zufrieden zu sein, dass wir die Welt nicht verstehen. […]

Mit Dawkins, so scheint es, ist ein Kulturkampf aus den USA nach Europa geschwappt, der den Nerv der Zeit trifft. Gerade in Deutschland treten immer mehr Menschen aus der Kirche aus, doch gleichzeitig nimmt das Interesse an religiösen Fragen spürbar zu. Besinnungsliteratur steht hoch im Kurs. Jeder bastelt sich seine ganz persönliche Patchwork-Religion. Und selbst Deutschlands vorderster Denker Jürgen Habermas hat in seiner Auseinandersetzung mit Kardinal Joseph Ratzinger die „Ressource Religion“ für den philosophischen Diskurs wiederentdeckt. […]

Warum erfährt zum Beginn des 21. Jahrhunderts die Religion eine Renaissance? Stimmt die These von der destruktiven Natur der Religion? Wie sicher ist es, dass es Gott nicht gibt? Ist Religion nicht vielleicht doch mit der Evolution vereinbar? Und ist Gott nicht nur eine Wahnvorstellung? […]

Mehr Infos: ZDF

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